Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:
"'Isa, Sohn der Maria, sah einen Mann beim Stehlen, worauf er zu ihm sagte: »Hast du gestohlen?« Der Mann erwiderte: »Nein, bei Allah, außer Dem kein Gott da ist!« 'Isa sagte dann: »Ich glaube an Allah, und meine Augen haben gelogen!«"Quelle: SAHIH BUKHARI
2010-03-20
Isa - ein abgespeckter Jesus
2009-10-24
Dünste aus der Religionsküche
2009-01-06
"... nicht um Frieden zu bringen, sondern das Schwert"
Matthäus 10
16 Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!
17 Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen.
18 Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt.
19 Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt.
20 Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.
21 Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken.
22 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.
23 Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.
24 Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.
25 Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.
26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
27 Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.
28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.
29 Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
30 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
31 Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
32 Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.
34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
36 und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.
38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
39 Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Matthäus 10,34
▤Text im Zusammenhang
Ich brauche keine akademisch-theologische Ausbildung, um zu erkennen, wogegen sich Jesu Wort vom "Schwert" richtet:
† gegen die hedonistische Spiritualität heiligen Bimbams;
† gegen das geistige Nesthocken in vertrauten Banden, auch Familienbanden;
† gegen die Sicherheit des Klüngels, in der man sich wiegt und gefällt;
† gegen den um des lieben Friedens willen geschlossenen Frieden mit dem Angstmachenden;
† gegen eine Kompromissbereitschaft von der Art, die den Glauben kompromittiert;
† gegen das Unter-den-Teppich-Kehren von Konflikten, die um der Menschen und um Gottes willen ausgetragen werden müssen;
† gegen jeden Kuhhandel auf Kosten der Seele,
† gegen jeden Rat, der auf Selbstverrat hinausläuft;
† gegen das Heulen mit den Wölfen;
† gegen die Radfahr-Haltung, die nach oben kriechen und nach unten treten lässt;
† gegen die Gleichsetzung von praktischer Vernunft und Cleverness;
kurz:
† gegen esoterische Selbstbefriedigung, gegen biedermeierliche Regression und gegen ein Sich-Arrangieren im Establishment.
Jesus war ein Provokateur, ein Herausforderer, ein Aufrüttler, kein warmgeduschtes Weich-Ei, und er mutete denen, die ihm nachfolgen, eine entsprechende Haltung zu.
2008-12-05
Gotteskindschaft
Am Anfang seines öffentlichen Auftretens kam (nach Lukas 3) der Heilige Geist auf den Menschen Jesus herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
"Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden."
Die "Gottessohnschaft" ist ein uraltes Mythem des alten Ägypten und des ganzen alten Orients; es kleidet den Glauben an die Autorisierung bestimmter Menschen als Vermittler zum Göttlichen in ein poetisches Bild.
Ein Bild drückt eine Wahrheit aus, ist aber nicht die Wahrheit selbst.
Das sprachliche Bild statt seinen tiefen Sinn für die Wahrheit zu nehmen, halte ich in literarischer und religiöser Hinsicht für infantil.
Am Ende seines öffentlichen Auftretens schrie der Mensch Jesus am Kreuz um die neunte Stunde:
"Eli, Eli, lema sabachtani? (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?)"
Dann rief er laut: "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist" und verschied.
Das ist für mich das heiligste Ereignis des ganzen Evangeliums. Jesus, ganz Mensch, fühlt sich gottverlassen und ist doch ganz bei Gott - eine existenzielle Grunderfahrung, in der die furchtbare Verlassenheit durch das Vertrauen auf die göttliche Väterlichkeit aufgehoben wird.
Ich glaube, dass Jesus Gott so nahe war und ist wie kein anderer Mensch. Ich glaube, dass Jesus mein Bruder ist. Ich glaube, dass auch ich Kind seines Vaters bin. Ich glaube, dass dies die Botschaft Jesu war, ist und bleibt.
Mit der Hellenisierung der jesuanischen Botschaft, wie sie an entscheidenden Stellen im Johannes-Evangelium vorgenommen ist, kann ich wenig anfangen (obwohl ich die hellenische Philosophie außerordentlich schätze). Jesu Selbstverständnis war kaum vom Geist griechisch-philosophischen Denkens beeinflusst oder gar geprägt. Keine Philosophie und keine Theologie kann Jesu Botschaft verbessern oder ersetzen. Das Evangelium ist so, wie es ist, an die Schlichten gerichtet und an die, die sich aufgegeben haben oder aufgegeben worden sind, nicht aber an die religiöse Führungsschicht und nicht an die geistige Elite und nicht an die sozial Etablierten. Existenziell ausgedrückt: Es ist so, wie es ist, an das Schlichte in uns und unsere Heilungsbedürftigkeit gerichtet, nicht aber an unseren Intellekt und unseren Sozialnarzissmus. Wohl gilt es auch für die geistige Elite; - aber die muss offenbar erst die griechische Philosophie und ihre Abkömmlinge einschalten, um Jesu Wort einen schönen Platz im Tempel ihres Gedankensystems einzuräumen; nur - was ist damit gewonnen? Keine Vertiefung. Keine Vertiefung der ergreifenden und mitreißenden Kraft, mit der Jesus in Wort, Leben, Sterben und Auferstehen auch und gerade bei einfachen Menschen bewirkte und bewirkt, dass sie ihr Leben gänzlich neu begannen und beginnen. Mit einer systematisierenden Glaubenstheorie - ohne Zweifel eine Wandelhalle für interessante Spiele mit Gedanken! - ist für das Leben im Glauben nichts gewonnen. Eine Spielhalle kann übrigens auch eine Spielhölle und, schlimmer, die Stätte einer götzendienerischen Spiegelfechterei sein...
